Pharma-Automation: Neue Meilensteine auf dem Weg zur Serienproduktion
Von der Maschineninstallation über die Swissmedic-Freigabe bis zur laufenden Validierung: das Projekt macht Fortschritte.
Anfang 2026 haben wir über den Start unseres Pharma-Automatisierungsprojekts berichtet: die vollautomatisierte Ampullen-Verpackungslinie inklusive Serialisierung und Aggregierung. Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie viele Schritte nötig sind, bevor eine solche Linie tatsächlich in die Serienproduktion geht.
Was bisher erreicht wurde
Die Serialisierungsanlage von Laetus sowie die Beutel- und Kartoniermaschine von Syntegon wurden installiert und haben den Site Acceptance Test (SAT) bestanden. Parallel dazu wurde der neue Produktionsraum EV5 fertiggestellt und qualifiziert.
Swissmedic hat sowohl den Raum EV5 als auch den Transfer der Serialisierungsanlage freigegeben. Solche Freigaben sind keine Formsache. Sie setzen saubere Dokumentation, enge Abstimmung mit der Behörde und eine Infrastruktur voraus, die von Anfang an auf die regulatorischen Anforderungen ausgerichtet ist.
Wo wir heute stehen
Die Validierungsphase läuft. In Kalenderwoche 24 finden vier Line-OQ-Läufe mit neuen elektronischen Batch Records statt, in Kalenderwoche 30 folgen sechs Validierungsläufe. Von insgesamt 51 Artikel- und Prozessgruppen sind die ersten sechs fertiggestellt.
Gleichzeitig werden die Manufacturing Batch Records (MBRs) in BatchLine erstellt und validiert, SOPs ausgearbeitet und QA-Kundendokumente freigegeben. Der Prozessvalidierungsplan ist ebenfalls in Arbeit.
Das gibt einen guten Einblick, was Pharma-Lohnverpackung wirklich bedeutet: Technik ist ein Teil davon. Der andere Teil ist Dokumentation, Qualitätssicherung und regulatorische Arbeit, die genauso sorgfältig umgesetzt werden muss.
Internationaler Rollout: 22 neue Ländermärkte
Während die Validierung läuft, wird das Projekt bereits in die Breite ausgebaut. Ab Oktober sind 22 neue Ländermärkte geplant, jeder mit eigenen Serialisierungsanforderungen und regulatorischen Vorgaben. Die Bulk-Ampullen werden Mitte Juni erwartet. Das zeigt, welche Anforderungen an einen Contract Packager gestellt werden, wenn ein Produkt international ausgerollt wird.
Der kommerzielle Produktionsstart ist ab Oktober geplant. Die Validierungsläufe in den kommenden Wochen sind dafür entscheidend: Sie belegen, dass die Linie nicht nur technisch funktioniert, sondern auch bereit ist für die regulatorische Freigabe zur Serienproduktion.
Früh baut Pharma-Automation weiter aus
Mit diesem Projekt entwickelt Früh seine Kompetenz im Pharma-Bereich weiter. Für Pharmaunternehmen, die einen Partner suchen, der ein Verpackungsprojekt von der Spezifikation bis zur Serienproduktion vollständig begleitet, ist das ein gutes Beispiel dafür, was Früh leistet und wie wir arbeiten.
- Kategorie:
- FRÜH-Know-how
- Jahr:
- 2026